Schadstoffmessung bei der Industrieabfallverbrennung
Vortex Strömungssensoren liefern Bezugswertdaten

Verbrennungsanlagen für Industrieabfall und Sondermüll unterliegen strengen Abgasnormen. Die Emmisionswerte von Schadstoffen müssen nachprüfbar sein und dürfen spezifische Grenzwerte nicht überschreiten. Die Hoechst AG und die Hoechst Trevira GmbH & Co. KG setzen im Werk Offenbach zur Ermittlung der Rauchgasmenge Vortex Strömungssensoren der Firma Höntzsch, Waiblingen ein.

Zum einen sind die Vortex Strömungssensoren in einer Sonderabfallverbrennungsanlage für feste und flüssige Rückstände installiert. Hier ist vor allem die Korrosionsresistenz der Strömungssensoren gefordert. Zum anderen geht es um eine Sonderabfallverbrennungsanlage für flüssige Rückstände. Die besondere Herausforderung hierbei ist die Hitzebeständigkeit.

Das Meßprinzip

Die Sonde registriert die Geschwindigkeit der durchströmenden Rauchgase nach dem Vortex Meßprinzip. Es beruht darauf, daß sich an dem Störkörper in der Sonde Wirbel ablösen, wobei die Wirbelablösefrequenz ein Maß für die Strömungsgeschwindigkeit ist. Anhand des Rohrdurchmessers errechnet dann das Auswertegerät die Durchflußmenge. Diese Meßdaten gehen in den Emissionswertrechner ein. Unter Einbeziehung der Schadstoffparameter läßt sich so der Schadstoffdurchsatz pro 1/2 Stunde, pro Stunde bzw. pro Tag ermitteln.

Die Einsatzbedingungen

In Sonderabfallverbrennungsanlagen für feste und flüssige Rückstände entstehen bei den Verbrennungsvorgängen Rauchgase, die verschiedenen Reinigungsverfahren unterzogen werden. Dabei wird das Rauchgas abgekühlt.

Die Meßsonden der Vortex Strömungssensoren sind in dem Rauchgaskanal hinter einem Naßwäscher installiert. Hier wird der Taupunkt des Rauchgases unterschritten mit der Folge, daß im Rauchgaskanal eine hochgesättigte Atmosphäre herrscht. Die Voraussetzung für lange Standzeiten in dieser Umgebung ist die Korrosionsresistenz der Strömungssensoren. Die Zwischenbilanz nach dreijährigem Einsatz der Höntzsch Geräte lautet: Es sind keine Korrosionserscheinungen zu verzeichnen.

Bei der Sonderabfallverbrennungsanlage für flüssige Rückstände sind die Vortex Strömungssensoren Temperaturen von bis zu 180°C ausgesetzt. Ihre maximale Belastbarkeit wird hier erreicht. Die Strömungssensoren sind in den Abgasrohren nach den Reinigungsfiltern installiert.

Die besonders hohe Hitze- und Korrosionsbeständigkeit der Vortex Strömungssensoren sorgen also für zuverlässige Meßdaten der Gasvolumenströme selbst unter extremen Bedingungen. Sie sind wesentlicher Bestandteil der Emissionsmessung in den genannten Anlagen.

Industrieabfallverbrennung
Sonderabfallverbrennungsanlagen der Hoechst AG und der Hoechst Trevira GmbH & Co. KG im Werk Offenbach.
Hier werden zur Ermittlung der Rauchgasmenge Vortex Strömungssensoren der Firma Höntzsch, Waiblingen eingesetzt.
Die besonderen Anforderungen an die Strömungssensoren: Sie müssen korrosionsresistent und hitzebeständig sein.
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