Das in
Gasreglerstationen eingespeiste Erdgas muß üblicherweise mittels eines
Druckreglers auf einen Druck von ca. 40 mbar reduziert werden. Der Druck
in den Verbraucherleitungen ist dabei unabhängig von den anfallenden
Verbrauchsmengen konstant zu halten. Funktion und Funktionssicherheit des
eingesetzten Regelventils sind Voraussetzung für eine funktionierende
Versorgung. So wurden in der Gasreglerstation einer deutschen Großstadt
Höntzsch Vortex-Meßwertsensoren in Ex-Ausführung für die Geschwindigkeits-
/ Volumenstrommessung installiert. Die dort installierten Rohrleitungen
mit einem Nenndurchmesser von DN 300 haben einen Gasdurchfluß von max.
3000 m³/h.
Das
Meßprinzip der Vortex Meßwertsensoren beruht darauf, daß sich in einer
Strömung an einem Hindernis oder Stab Wirbel ablösen. Die
Wirbelablösefrequenz ist dabei ein Maß für die Strömungsgeschwindigkeit.
Der Vorteil dieses Meßprinzips liegt - bei Meßbetrieb im Rahmen der
jeweiligen Spezifikation - in der Unabhängigkeit von Dichte, Druck und
Temperatur des Betriebsmediums. Das Meßergebnis wird also immer direkt
richtig angezeigt, ohne daß es irgendwelcher zusätzlicher Manipulationen
oder Umrechnung mittels Tabelle bedarf.
Da
Vortex-Meßwertsensoren keine beweglichen Teile besitzen, sind sie auch
unter rauhen Bedingungen dauerstandfest. Selbst Feuchtigkeit in Meßgasen
führt zu keinerlei Nachteilen, so lange keine Kondensation eintritt.
Daneben sind sie robust, zuverlässig und aggressionsbeständig. Die
Meßwerteerfassung ist nahezu trägheitsfrei. Ein besonderes Plus: Eine
Verunreinigung der Meßgase durch Feststoffe bewirkt keine Beeinträchtigung
der Messung. Die Wirbelablösung erzeugt einen Selbstreinigungseffekt am
Störkörper.
Höntzsch
Vortex-Meßwertsensoren dienen der Erfassung des Volumenstroms von Luft-,
Gasgemischen, Erdgas, Fackelgas etc. Sie können standardmäßig in den
Bereichen ab 0,5 m/sek. bis 40 m/sek. eingesetzt werden und sind für
Betriebstemperaturen ab -25°C bis + 180°C ausgelegt. Im Vergleich zu
anderen Meßverfahren können kleinere Strömungsgeschwindigkeiten gemessen
und damit größere Meßspannen erzielt werden.
Durch die
spezielle Bauweise des Sensorkopfes wirkt sich auch feuchtes Gas nicht
negativ auf das Meßverfahren aus: Selbst bei Unterdruck können
Geschwindigkeiten ab 0,5 m/sek. gemessen werden. Vortex-Meßwertaufnehmer
sind TÜV-eignungsgeprüft nach TA-Luft, 13.17. BlmSchV. und auch für den
EX-Bereich zugelassen.
Die
Auswertung der Strömungsgeschwindigkeit bzw. des Volumenstroms erfolgt
über Meßumformer oder Systemgeräte. Bei mehreren Meßstellen ermöglichen
Mehrkanalsysteme mit Anzeige und Tastatur die freie Konfigurierung der
Parameter.
Bei dem
Einsatz der Höntzsch-Vortex-Meßwertsensoren zur Überwachung der
Strömungsgeschwindigkeit von Erdgas dient die Aufzeichnung des Meßsignals
mittels eines Schreibers gleichzeitig zur Erstellung einer Statistik über
die Auslastung des eingesetzten Reglers. |