Unterschiedliche
Produktionsbedingungen machen den Einsatz spezieller Meßsysteme zur
Kontrolle von Strömungsgeschwindigkeiten und Volumenströmen erforderlich.
Bei der Messung verschmutzter Luftströme ist die Meßtechnik extrem
gefordert. Die Fa. Höntzsch, Waiblingen fertigt hierfür besonders
aggressionsbeständige Vortex-Strömungssensoren. Deren exakte Meßdaten sind
die Voraussetzung für eine optimale Temperaturregelung in modernen
Lötanlagen. Die Vortex-Strömungssensoren sind beispielsweise auch bei der
Miele & Cie. GmbH & Co., Gütersloh im Einsatz, wo sie die
Voraussetzungen für einen reibungslosen Produktionsablauf
schaffen.
Bei der
industriellen Auslegung von Lötbädern für Elektronik-Platinen ist die
Lötbadtemperatur ein empfindliches Kriterium. Denn durch zu große Hitze
können die Elektronik-Bauelemente, die auf Platinen das Lötbad
durchfahren, zerstört werden. Dies trifft vor allem auf Platinen zu, die
mit modernen SMD Halbleitern bestückt sind.
Um die
Temperatur in engen Toleranzbereichen fahren zu können, werden spezielle
Entlüftungsanlagen eingesetzt. Diese ermöglichen, daß zum einen die
notwendige Löttemperatur gehalten werden kann, zum anderen die
empfindlichen Bauteile geschützt werden. Für die optimale
Funktionsfähigkeit der Entlüftungsanlage ist die genaue Messung und
Regulierung der Luftmenge, bzw. Luftgeschwindigkeit
entscheidend.
Da bei
Lötbädern harzhaltige Abluft entsteht, die Flügelrad- und thermische
Strömungssensoren aber auch die nach dem Differenzdruck-Meßverfahren
arbeitenden Sensoren schon nach kurzer Zeit außer Betrieb setzt, mußte ein
anderes meßtechnisches Verfahren gewählt werden. Mit den
Vortex-Strömungssensoren können auch bei harzhaltigen Medien
Luftströmungen mit hoher Standzeit und Genauigkeit gemessen werden. Das
Vortex-Meßprinzip ist abgeleitet vom Karman'schen Phänomen der
Wirbelablösung. Es beruht darauf, daß sich an einem Hindernis in einer
Strömung Wirbel ablösen, wobei die Wirbelablösefrequenz ein Maß für die
Strömungsgeschwindigkeit ist.
Bei dieser
Anwendung wurde die Auswerteeinheit mit Tastatur und Anzeige zusätzlich
mit einem Drucker kombiniert. Die Tastatur ermöglicht die erforderliche
Eingabe relevanter Anlage- und Sensordaten, sowie die Konfiguration des
Analogausgangs und des Druckers. Die Anzeige erlaubt zudem die visuelle
Kontrolle der Meßdaten.
Der
Analogausgang kann für die kontinuierliche Meßwertaufzeichnung oder aber
als Ist-Wert-Eingang für Regler genutzt werden. Über den Regler läßt sich
dann die Lüfterdrehzahl und somit auch die Luftgeschwindigkeit oder der
Volumenstrom einstellen.
Bei der
Temperaturregelung moderner Lötanlagen spielen die
Vortex-Strömungssensoren von Höntzsch eine wichtige Rolle. Denn ihre
Funk-tionsfähigkeit wird von der zu messenden harzhaltigen Betriebsabluft
nicht beeinträchtigt. |