Volumenstrommessung für die Bearbeitung radioaktiver Präparate
Sicherheitsrelevante Meßdaten sind gefordert

Beim Umgang mit radioaktiven Substanzen müssen strenge Sicherheitsstandards erfüllt werden. Das Forschungszentrum Karlsruhe setzt in der Abteilung "Heiße Zellen" thermische Strömungssensoren vom Typ TA der Firma Höntzsch, Waiblingen zur Strömungsmessung ein.

In speziell abgeschirmten, teilweise gasdichten Manipulatorboxen werden mittels mechanischer Greifer unter anderem radioaktiv kontaminierte Werkstoffproben für Materialuntersuchungen aufbereitet. Hierbei werden zu Reinigungszwecken auch brennbare Lösungsmittel verwendet.

Das Abgas wird über mehrere hochfeine Filtersätze dekontaminiert und dann in die Atmosphäre abgeblasen. Damit einerseits die Lösungsmittelkonzentration keine Werte erreicht, bei der eine Verpuffung auftreten kann, und andererseits das Strahlungsniveau innerhalb der Grenzwerte bleibt, muß ein bestimmter Durchsatz mit inertem Gas innerhalb des Containments sichergestellt werden.

Für die vom TÜV vorgeschriebene Volumenstrommessung sind im Forschungszentrum Karlsruhe insgesamt neun thermische Sensoren installiert. Sie liefern die nötigen Meßwerte, die an eine VT-TA Auswerteeinheit weitergeleitet werden. Beim Unterschreiten des Mindestdurchsatzes wird ein optisches Warnsignal ausgelöst.

Für die beschriebene Anwendung ist eine hohe Zuverlässigkeit und Standzeit unverzichtbar. Aus diesem Grund entschied sich das Forschungszentrum Karlsruhe für den Einsatz eines robusten, verschleiß-armen Sensors ohne bewegliche Teile.

Da die thermischen Strömungssensoren vom Typ TA nur geringe Abmessungen haben, können sie auch in kleineren Nennweiten eingesetzt werden. Der dabei entstehende Druckverlust ist von vernachlässigbarer Größe.

Durch die große Meßspanne von 1:250 ist eine zuverlässige Messung in einer weiten Spanne von Betriebszuständen möglich.

Aufgrund des Meßprinzips liefern thermische Strömungsmeßwertaufnehmer die masseproportionale Strömungsgeschwindigkeit, ohne daß eine Druckkompensation erforderlich ist. Die Betriebstemperatur wird gemessen und steht zur weiteren Verarbeitung zur Verfügung.

Thermische Strömungssensoren TA eignen sich insbesondere für die Messung kleiner Geschwindigkeiten, da sie in diesem Bereich ihre größte Empfindlichkeit aufweisen.

Das Lieferprogramm der Firma Höntzsch umfaßt im Produktbereich thermische Strömungssensoren Meßwertaufnehmer mit einer Temperaturbeständigkeit bis +240 °C und einer Druckbeständigkeit bis zu 10 bar.

Forschungszentrum
Einsatzort Forschungszentrum Karlsruhe - Bearbeitung radioaktiver Präparate: In speziell abgeschirmten Manipulatorboxen werden mittels mechanischer Greifer unter anderem radioaktiv kontaminierte Werkstoffproben für Materialuntersuchungen aufbereitet. Hierbei werden zu Reinigungszwecken auch brennbare Lösungsmittel verwendet.Das Abgas wird über mehrere hochfeine Filtersätze dekontaminiert und dann in die Atmosphäre abgeblasen. Damit einerseits die Lösungsmittelkonzentration keine Werte erreicht, bei der eine Verpuffung auftreten kann, und andererseits das Strahlungsniveau innerhalb der Grenzwerte bleibt, muß ein bestimmter Durchsatz mit inertem Gas innerhalb des Containments sichergestellt werden.Für die vom TÜV vorgeschriebene Volumenstrommessung setzt das Forschungszentrum
Karlsruhe thermische Sensoren TA von Höntzsch ein.
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