Bei der
Herstellung von Spanplatten müssen bestimmte Maße bezüglich der Dicke der
Späne in den einzelnen Schichten eingehalten werden, um die
Produktqualität zu sichern und Ausschußware zu vermeiden.
Spanplatten
bestehen aus einer Mittelschicht und zwei diese umschließende
Deckschichten. Bei der für die Mittelschicht verwendeten Späne liegt die
Sichtgrenze bei 1,2 mm, bei der für die Deckschichten verwendeten Späne
bei 0,35 mm. Um diese Werte einhalten zu können, werden Sichter
eingesetzt.
Im Sichter
erfolgt eine pneumatische Trennung der Späne. Das Material wird durch
Rührarme gleichmäßig über einer Siebfläche, durch die ein Luftstrom von
unten her in die Schwebekammer tritt, verteilt. Durch entsprechende
Luftgeschwindigkeiten kann jede gewünschte Aufteilung - und damit
Sichtgrenze - der Späne erzielt werden. Der schwebefähige Anteil wird mit
dem Luftstrom abgeführt, das nicht schwebefähige Grobgut, Sand und
Fremdkörper werden durch die Rührarme zum Sichterrand bewegt und über
Zellradschleusen ausgetragen.
Die Sichtung
unterliegt aber auch teilweise Schwankungen. So z. B. wenn die Anlage an-
und abgefahren wird oder bei einer nicht gleichmäßigen Materialaufgabe. Um
diese Schwankungen auszugleichen und eine konstante Sichtgrenze
einzuhalten, wird eine Luftmengenregelung durchgeführt, die eine
gleichmäßige Luftgeschwindigkeit im Sichter gewährleistet.
Bei
Schenkmann & Piel Verfahrenstechnik in Leverkusen, Spezialist für die
Lieferung verschiedener Investitionsgüter für die Holzindustrie, baut man
in die Schwebesichter die Vortex-Meßwertaufnehmer vom Typ VA der Firma
Höntzsch/Waiblingen ein. Diese messen die Strömungsgeschwindigkeit der
Luft; bei zu hoher oder zu niedriger Geschwindigkeit wird dementsprechend
die Luft über eine Bypassklappe reguliert.
Das
Meßprinzip beruht darauf, daß sich an einem Hindernis oder Stab in einer
Strömung Wirbel ablösen, wobei die Wirbelablösefrequenz ein Maß für die
Strömungsgeschwindigkeit darstellt. Die Wirbelablösefrequenz ist bei
Meßbetrieb im Rahmen der jeweiligen Spezifikationen unabhängig von Dichte,
Druck und Temperatur des Meßmediums.
In den
Schwebesichtern der Firma Schenkmann & Piel sind die
Vortex-Meßwertaufnehmer im Sichtermittelteil, zwischen dem oberen und
unteren Siebboden installiert und mit einem Meßumformer vom Typ U2a sowie
einem Netzgerät verbunden. Der Ausgang des Meßumformers geht auf die SPS,
die den Motor der Bypassklappe regelt. Da es sich um eine sogenannte
Tendenzmessung handelt, sollte die Klappe zu Beginn in Mittelstellung
sein, damit sowohl nach oben als auch nach unten geregelt werden
kann.
Bei den
Höntzsch Vortex-Meßwertaufnehmern werden die Strömungswirbel durch
Ultraschall abgetastet, wodurch sie im Vergleich zu anderen Abtastmethoden
auch kleinere Strömungsgeschwindigkeiten messen können. Außerdem ist es
möglich, größere Meßspannen zu erzielen. |